Mode 1943 - Schlechte Zeiten für die Mode

Das Jahr 1943 brachte sehr schlechte Zeiten für die Haute Couture. Der "totale Krieg" des Deutschen Reiches verpflichtete unter sich alle Lebensbereiche des Landes und verschonte auch den Bekleidungssektor nicht. Propagandaminister Joseph Goebbels ließ am 18. Februar im Berliner Sportpalast bei seiner Rede verlauten, dass Deutschland lieber ein paar Jahre lang geflickte Kleidung tragen werde, als einen Zustand zuzulassen, der das Volk dazu nötigen werde, ein paar Jahrhunderte lang in Lumpen herumlaufen zu müssen.
So sollte bei der deutschen Frau zwar grundsätzlich weiterhin auf ein gepflegtes und adrettes Aussehen Wert gelegt werden, auf Kleidung mit verschwenderischen Schnitten sollte jedoch weitesgehend verzichtet werden.
Der Textilmangel, der auch in jenem Kriegsjahr im Lande herrschte, ließ ohnehin nichts Gegenteiliges zu. Große Sprünge waren in der Modewelt kaum möglich. Aufgrund dieser Tatsachen gestalteten sich die Kleider schlichter als jemals zuvor. Die Mäntel und die Jacken waren immer häufiger ohne Kragen und die Säume gingen nur noch bis zum Knie. Das durch seinen strengen Uniformcharakter geprägte Kostüm der Damen dominierte eindeutig.
Die Modezeitschriften lieferten weiterhin diverse Ratschläge, um alte Kleidung umzugestalten und dem Leitspruch "Aus Alt mach Neu" zu folgen. Schicke Kopfbedeckungen wie zum Turban drapierte Schals und Tücher erlebten eine wahre Hochkonjunktur. Trotz der wertvollen Tipps, die die Modezeitschriften ihren Leserinnen in den letzten Jahren liefern konnten, mussten die meisten Gazetten aufgeben. So stellten beispielsweise die Modejournale "Der Silberspiegel" und "Die neue Linie" ihr Erscheinen ein.(MB)

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